Kontakt     Impressum     Startseite

Anfang der 70er Jahre stand die Blasmusikabteilung des Gemischten
Chors Burgen vor ihrem Aus. Am Volkstrauertag 1971 fand die
Gedenkfeier erstmals ohne Blasmusik statt. Unter den
Anwesenden hörte man mehrmals die Frage:

Auch Heiligabend ertönten keine Lieder, was für die Burgener
sehr erschreckend war.

Im Januar 1972 trafen sich einige Musiker und spielten mit dem Gedanken, einen eigenen Musikverein zu gründen.

Herbert Reddmann, Herbert Erz, Horst Schimper, Jürgen Schmidt, Achim Bauer, Uwe Velten, Otmar Wagner und Paul Schwarz setzten ein Rundschreiben auf, um in Erfahrung zu bringen, wie groß das Interesse zur Beteiligung an solch einem Verein wäre.

Am 2. Januar 1972 lud man zur Gründungsversammlung ein.

35 Wahlberechtigte Personen versammelten sich. 73 Personen traten damals in den Verein; 25 davon wurden aktive Musiker.
Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:

1. VorsitzenderKurt Ebelhäuser
2. VorsitzenderKurt Bauer
SchriftführerHerbert Erz
1. KassiererRudolf Jung
2. KassiererHorst Schimper
Noten- und
Instrumentenwart
Herbert Reddmann
BeisitzerCarl Wirtz

Da die Einnahmen nicht die Ausgaben deckten, beschloss der Vorstand, von Haus zu Haus Mitglieder zu werben. Dadurch erreichte man die stattliche Zahl von 156 Mitgliedern. So konnte der Musikverein Burgen am 03.12.1972 erstmalig, im Gasthaus »Zum Hasenläufer«, eine Nikolausfeier veranstalten. Diese Feier hat bis heute Bestand.

Es folgten sehr abwechslungsreiche Jahre mit Höhen und Tiefen.

• Das Jahr 1977

Der Verein erlebte in diesem Jahr seinen Höhepunkt, was die Anzahl aktiver Musiker betrifft: 53 an der Zahl. Das Lindenfest wurde ins Leben gerufen. Aus diesem Fest kristallisierte sich im Laufe der Zeit das Traditionsfest der Burgener Gemeinde heraus. Und wegen dessen Beliebtheit ist dem Verein die Ehre zuteil geworden, alle zwei Jahre die Ortsweinkönigin krönen zu dürfen.

• Das Jahr 1987

In diesem Jahr erlebte der Verein seine bislang schlimmste Zeit. Kurt Ebelhäuser musste aus gesundheitlichen Gründen den Ersten Vorsitz abgeben. Der damalige Bürgermeister, Herr Götz Leimbrock, übernahm für den Zeitraum eines halben Jahres den kommissarischen Vorsitz. Ausbleibender Nachwuchs erschwerte es den regulären Musikbetrieb aufrecht zu halten.

• Das Jahr 1988

In diesem Jahr wurde Achim Bauer in einer Sondergeneralversammlung zum 1. Vorsitzenden gewählt. Leider musste er als erste Amtshandlung das Lindenfest in diesem Jahr ausfallen lassen, da der Verein nicht mehr in der Lage war, bei seinen Gastvereinen der Rückspielverpflichtung nachzukommen. Es gelang ihm letztendlich jedoch, das Ruder herumzureißen und die verbliebenen Musiker zu motivieren, zumindest die Proben wieder zu besuchen. Ein neuer Anfang war gemacht.

• Das Jahr 1989

Durch aufopferungsvolle Rekrutierungsmaßnahmen konnte das Lindenfest aus seinem kurzen Dornröschen-Schlaf gerissen werden. An diesem Fest ernannte man Kurt Ebelhäuser, nach 17 Jahren Tätigkeit als 1. Vorsitzender, zum Ehrenvorsitzenden.

Der Verein erlebte ab diesem Zeitpunkt einen permanenten Aufschwung, der unter dem Dirigenten Dietmar Heidweiler seinen musikalischen Höhepunkt ereichte. Es wurde zu Probewochenenden eingeladen und der Zusammenhalt im Verein wuchs.

• Die Jahre 2001 - 2004

Im Jahr 2001 kam es erneut zu einer Wende. Dietmar Heidweiler verließ den Verein. Durch sein Engagement war es ihm gelungen, den Musikverein Burgen musikalisch ganz oben mitspielen zu lassen. Nun war es besonders schwer, einen gleichwertigen Dirigenten zu finden, der dieses hohe Niveau halten konnte.

Er fand sich schließlich in Rene Krämer, der sich nicht scheute die Aufgabe in Angriff zu nehmen. Mit seiner fröhlichen Ausstrahlung gelang es ihm - nicht zuletzt wegen seines Repertoires an Stimmungsmusik - den MV Burgen in der Region bekannt zu machen. Leider zwang ihn sein Studium den Verein wieder recht früh zu verlassen, und so begann erneut die Suche nach einem fähigen Dirigenten. Für kurze Zeit übernahm Vereinsmitglied Stefan Böhnke, der normalerweise die 1. Trompete besetzt, die Leitung, um zumindest den musikalischen Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Dies musste er allerdings einige Male tun, da es zeitweise fast unmöglich schien, einen guten Dirigenten zu finden und auch zu halten.

• Die Jahre 2004 - 2007

Im Februar 2004 übergab Achim Bauer, nach 15 Jahren hervorragender Tätigkeit als 1. Vorsitzender, das Amt an Hermann Becker. Achim Bauer wurde kurze Zeit später, ebenfalls wegen seiner langjährigen Leistung als 1. Vorsitzender, zum Ehrenmitglied ernannt.

Und wieder stand der neue 1. Vorsitzende vor schwierigen Aufgaben. Denn Stimmung und Motivation im Verein tendierten erneut Richtung Null. Aber es gelang Hermann Becker und dem Vorstand, den Aktiven wieder eine Richtung zu geben. Bei einer Vereinstour in den Schwarzwald und einer Schlittenfahrt am Feldberg besann sich die Truppe wieder auf ihr alt bewährtes, erfolgreiches »Gemeinschaftsgefühl«.
Hermann Becker schlug vor, dem Verein eine persönliche Note, in Form eines Beinamens, zu geben. Nach vielen Ideen und Diskussionen einigte man sich auf seinen Vorschlag, den Verein von nun an Die Frohnbachtaler zu nennen.
Von Hermann Becker stammt auch der Slogan:

Mit Kurt Lengert bekam der Verein nach langer Suche wieder einen Dirigenten, der sich mit Leib und Seele einbrachte. Leider hielt auch dessen Amtszeit nicht lange an, und er musste schweren Herzens seine Tätigkeit als Dirigent aus beruflichen Gründen abgeben.

• Das Jahr 2008

Im März 2008 gab Hermann Becker das Amt des 1. Vorsitzenden an Stefan Böhnke ab. Im gleichen Monat gelang es dem Vorstand, Kontakt zu dem aus Monzelfeld stammenden Stefan Thoes aufzunehmen und diesen für die musikalische Leitung des Vereins zu gewinnen.

Im Juli 2008 erhielten Achim Bauer und Horst Schimper für 40 Jahre aktives Musizieren im Landesmusikverband Rheinland-Pfalz die Auszeichnung der golden Ehrennadel mit Ehrenbrief.

Ideen für die Zukunft der Frohnbachtaler sind reichlich vorhanden. Aber nur wenn Vorstand und die aktiven sowie inaktiven Mitglieder zusammenarbeiten, wird es möglich sein, diese in die Tat um zu setzten.

• Das Jahr 2013

Zum 27. August 2013 wurde durch die bisherige Vorsitzende Anna Wagner eine außerordentliche Generalversammlung in das Gemeindehaus Burgen einberufen. Diese Versammlung war erforderlich, weil Anna Wagner dem Amt als Vorsitzende nicht mehr im vollen Umfang nachkommen konnte. Die Belastung durch Beruf, Studium und Verein war nicht mehr hinnehmbar. Carmen Haas, die dem bisherigen Vorstand als Jugendwartin angehörte, konnte in einigen intensiven Gesprächen Alfred Becker für das Amt des Vorsitzenden gewinnen.

Alfred Becker dankte nach seiner Wahl für das ihm entgegen gebrachte Vertrauen und versprach, sich intensiv um das Weiterbestehen des Vereins zu bemühen, zumal er als "Ruheständler" die erforderliche Muße mit brächte.

Eine der ersten Amtshandlungen des neu gewählten Vorstands war die Verabschiedung der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder. Alfred Becker dankte allen für die geleistete Arbeit und ihr persönliches Engagement. Sein weiterer Dank galt Georg Singer, der den "Frohnbachtalern" in einer prekären Zeit kollegial zur Seite stand.

Stand November 2013